Gipfeltreffen mit den Meistern

19. Februar 2009
Rubrik: News, News  

Von: Jochen Haselhofer

Das Hamburger Unternehmer-Forum am 19. Februar 2009 war attraktiv genug, um Unternehmer aus ganz Deutschland in die Hansestadt zu locken. Spannende Vorträge, vielseitige Themen und ein bemerkenswerte Unternehmensführung sorgten für einen abwechslungsreichen Tag.

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Nach der Begrüßung durch Albert Paul, Veranstalter und Inhaber von Cost€xpert, wurden die Teilnehmer durch den Gesundheits- und Ernährungsexperten Dr.Dr. Michael Despeghel eingestimmt.

Danach freuten sich die Forumsgäste auf die außergewöhnlich spannende Erfolgsgeschichte von Montblanc. Nach dem höchsten Berg Europas, dem 4.810 Meter hohen Montblanc benannt, schaut das 1906 gegründete Schreibgeräte-Unternehmen auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Berühmtheit erlangte das 1942 auf den Markt gebrachte so genannte "Meisterstück".

Nach der Mittagspause führte Albert Paul, Pionier der erfolgsbasierten Beratung, seine Gäste auf die "Schatzsuche" nach Kostenressourcen im Unternehmen. Anhand von Projektbeispielen erläuterte Albert Paul beispielhaft die Chancen, Kosten im Energiebereich, bei der Gebäudereinigung, der Entsorgung oder im Bereich der Logistik zu senken.

Als Abrundung des Forums plädierte Prof. Arnold Weissmann, Strategieexperte für Familienunternehmen für ein klar definiertes Geschäftsmodell. Das Familienunternehmen sollte sich auf das Wesentliche, auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Sein Crede: Anders sein als die anderen. Die Austauschbarkeit der Produkte führe zwingend zur negativen Renditeentwicklung. Zentrale Bedeutung haben für ihn neben der Vision, also der Beschreibung der möglichen und angestrebten Zukunft, die Werte im Unternehmen.

Bestens inszeniert bildete der Vortrag von Jürgen Ludger Born, Vorstandschef von Werder Bremen, einen interessanten Abschluss. Die deutschen Fußballvereine haben sieben Millionen Mitglieder, es gibt 27.000 Vereine. Das Steueraufkommen betrage 370 Millionen Euro. Werder Bremen verzeichnete 2008 einen Umsatz von 112 Millionen, und lag mit 75 Toren an der Spitze der Liga. Für Born gibt es wesentliche Säulen der teilweise umstrittenen Geschäftspolitik von Bundesligavereinen: Einnahmenorientierte Ausgabenpolitik, keine Verschuldung für das operative Geschäft, Kontinuität in der Geschäftsleitung und keine Einflussmassnahme durch Gr0ßinvestoren.

Bei interessanten Gesprächen und kulinarischen Köstlichkeiten fand das bestens organisierte Unternehmer-Forum im Foyer von Montblanc einen stilvollen Rahmen für den Ausklang.